Ein Projekt für unsere Zukunft

Der FC Sarmenstorf wächst seit Jahren – heute spielen rund 350 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in 16 Mannschaften in sämtlichen Alterskategorien (Junioren, Aktive und Senioren) in unserem Verein. Das Wachstum ist auf die steigende Bevölkerung, wachsende Fussball-Beliebtheit, gut ausgebildete und organisierte Trainer & Betreuer sowie eine bodenständige, weitsichtige und finanziell nachhaltige Vereinspolitik zurückzuführen. 

Doch dieses Wachstum führt zu grossen infrastrukturellen Herausforderungen durch chronisch überlastete Naturrasenplätze, was zu regelmässigen Trainings- und Spielausfällen führt und massiv gestiegene Unterhaltskosten zur Folge hat. 

Deshalb braucht es ein JA an der Gemeindeversammlung vom 11. Juni 2026 für den Bau eines Kunstrasenplatzes und die Sanierung der Beleuchtung (Umbau auf effiziente LED-Scheinwerfer) auf der gesamten Sportanlage. 

Das Wichtigste in Kürze

  • Datum der Gemeindeversammlung: 11. Juni 2026 
  • Datum der Informationsveranstaltung für die Bevölkerung: 29. April 2026 
  • Baustart: Herbst 2027 (nach dem Kreisturnfest) 
  • Fertigstellung: Juni 2028

 

  • Inhalt des Projektes: 
    • Umbau vom Hauptplatz von einem Natur- in ein Kunstrasen-Spielfeld mit Netto-Spielfeldgrösse 100x64m gemäss Vorgaben vom Schweizerischen Fussballverband 
    • Verfülltes Kunstrasensystem mit biogenem Granulat (Kork oder Mais) 
    • LED-Beleuchtung auf dem gesamten Areal inkl. 4 neuen Lichtmasten für den Hauptplatz 
    • Komplette Ausstattung & Geräte für den Spiel- und Trainingsbetrieb 
    • Alle benötigten Maschinen für die Pflege des Kunstrasens
  • Gesamtkosten: CHF 2’900’000, davon CHF 2’200’000 durch die Einwohnergemeinde 

Argumentarium: Warum ein Kunstrasenplatz unverzichtbar ist

Zu den Argumenten…

🔵 Match statt Matsch: Entlastung der stark überbelasteten Naturrasenplätze

Die Plätze werden weit über den Richtlinien genutzt. Jährlich werden die Naturrasenplätze rund 1’250 Stunden genutzt. Mit dieser Auslastung und den vom Bundesamt für Sport (BASPO) festgelegten Richtwerten zur Nutzung von Naturrasenspielfeldern, würden wir knapp drei Naturrasenspielfelder benötigen, wir haben aber nur deren zwei und einen Sandplatz. Dieser ist zwar bei jedem Wetter nutzbar, erlaubt aber bei weitem nicht dieselbe Trainingsqualität. Kunstrasenplätze können im Vergleich zu Naturrasenfeldern deutlich intensiver genutzt werden und ermöglichen eine hohe Trainingsqualität.

Die Folge der Überbelastung: Der Naturrasen kann sich nicht mehr erholen – besonders im Herbst und Frühling.


🔵 Gesicherter Spielbetrieb: Deutlich weniger Spiel- und Trainingsabsagen

Die Plätze sind immer öfters unbespielbar und produzieren dadurch Trainings- und Spielausfälle. In der Saison 2024/2025 waren die Plätze auf dem Bühlmoos oder Teile davon an total 48 Trainings- oder Spieltagen, in der Vorrunde der Saison 2025/2026 bereits an 29 Trainings- oder Spieltagen wetterbedingt gesperrt. Das ist rund ein Viertel der Trainings- und Spieltage, an denen die Plätze nicht oder nur eingeschränkt genutzt werden können. Eine frustrierende Situation für unsere Trainer und SpielerInnen.


🔵 Ganzjährige Bespielbarkeit: Kunstrasen ist immer nutzbar

Ein Kunstrasen ermöglicht: 

  • Trainings- und Spielbetrieb an 12 Monaten im Jahr, unabhängig von Witterung und Temperaturen.
  • Keine matschigen Felder, deutlich verkürzte Winterpausen und spürbare Entlastung der Hallenbelegungen in der ganzen Region.
  • Kontinuierliche und planbare Ausbildung für alle Juniorenteams – ein massiver Qualitätsgewinn.
  • Geringeres Verletzungsrisiko durch verbesserte Platzverhältnisse.

Ein Kunstrasen wird demzufolge dringend benötigt, um den Mitgliedern die erforderliche Infrastruktur zur Ausübung ihres Hobbies zu bieten.


🔵 Enorme Einsparungen und Nachhaltigkeit: Tiefere Unterhaltskosten und effizientere LED-Beleuchtung

  • Der Unterhalt der Sportanlage Bühlmoos kostete den FC Sarmenstorf im Jahr 2025 CHF 99’000, CHF 66’000 davon entfielen auf den Unterhalt der Naturrasenplätze – diese Kosten trägt vollumfänglich der FC Sarmenstorf. Die Gesamtsumme aller Mitgliederbeiträge deckt nur noch rund drei Viertel der Infrastrukturkosten. Dazu kommen weitere hohe Auslagen für den Spielbetrieb.
  • Kunstrasen reduziert die Unterhaltskosten deutlich und schont personelle und materielle Ressourcen.
  • Heute werden während den Wintermonaten bereits externe Kunstrasenplätze in der erweiterten Region für Trainings gemietet, was den Verein zusätzlich finanziell belastet.
  • Durch neue LED Scheinwerfer können die Stromkosten von jährlich rund CHF 9’500, welche die Gemeinde trägt, um ca. die Hälfte reduziert werden.

🔵 Investition in unsere Zukunft: Mehr Sport, Bewegung & Gesundheit durch zeitgemässe Infrastruktur

  • Die Belastung wird nicht kleiner: Seit 2019 ist die Mitgliederzahl des FCS um 20% gewachsen und die Gemeinde Sarmenstorf rechnet bis Ende 2031 mit einem weiteren Bevölkerungswachstum von rund 500 Personen im Vergleich zu 2021. Zudem liegt nicht zuletzt dank der tollen EM vom Sommer 2025 Mädchenfussball im Trend.
  • Der Kunstrasen soll auch anderen Vereinen sowie Kindern und Jugendlichen während der Freizeit die Möglichkeit geben, sich aktiv zu betätigen.
  • Sarmi lebt von seinen Vereinen. Die vielen aktiven Vereine sorgen für einen Zusammenhalt, für den wir im ganzen Kanton bewundert werden. Dieser einzigartigen Vereinskultur müssen wir Sorge tragen – sie ist ein wichtiger Eckpfeiler für ein attraktives Sarmi. Dafür ist eine zeitgemässe Infrastruktur unumgänglich.

🔵 Jetzt handeln – perfekte Förderbedingungen!

Dank dem kantonalen Schwerpunktprogramm «Kunstrasenplätze» kann Sarmenstorf eine einmalige Chance nutzen:

  • Wir bekommen für das vorliegende Projekt CHF 400’000 anstelle CHF 200’000 aus dem Swisslos-Sportfonds Aargau.
  • Dieser verdoppelte Maximalbeitrag wurde für 16 Projekte im Kanton Aargau gesprochen, vorausgesetzt die Baubewilligung erfolgt bis Ende 2027 und die Umsetzung ist bis Ende 2029 abgeschlossen. Ein erster, elementarer Schritt wurde also bereits gemeistert.

Jetzt nicht zu handeln, würde bedeuten, diese Chance zu verpassen.

Projektbeschrieb, Finanzierung & Zeitplan

Zum Projektbeschrieb, Finanzierung & Zeitplan…

Bisherige Meilensteine

Die Organisation und Koordination des laufenden Trainings- und Spielbetriebs mit einer Nutzungsdauer von jährlich 1’250 Stunden auf zwei Naturrasenfeldern stellen die Verantwortlichen vor immer grössere Herausforderungen. Zuletzt mussten Wartelisten für Neu-Anmeldungen in der Juniorenabteilung eingeführt werden und die stark zunehmende Popularität des Frauenfussballs erweckt auch ein wachsendes Bedürfnis nach Mädchen-Mannschaften – diesem kann der Verein mit der heutigen Infrastruktur leider nicht nachkommen. 

Mit den vorhandenen Platzverhältnissen ist der FC Sarmenstorf an seiner Kapazitätsgrenze angelangt resp. überschreitet diese bereits regelmässig. Durch die zu hohe Belastung der Spielfelder haben besonders die vom Verein getragenen Unterhaltskosten für den Rasen in den letzten Jahren massiv zugenommen. 

In Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat wurden in den vergangenen 2.5 Jahren unterschiedliche Szenarien zur intensiveren Nutzung der Sportanlage Bühlmoos erarbeitet. 

Ende 2023 hat das kantonale Departement für Bildung, Kultur & Sport ein Schwerpunktprogramm zur gezielten Förderung von neuen Kunstrasenplätzen lanciert, bei welchem für ausgewählte Projekte der doppelte Beitrag aus dem Swisslos-Sportfonds winkt (maximal CHF 400’000 anstatt CHF 200’000). 

Diese Zusatz-Finanzierung stellt eine einmalige Gelegenheit dar. In Absprache mit dem Gemeinderat reichte der FC Sarmenstorf Mitte 2024 eine unverbindliche Absichtserklärung zur Realisation eines neuen Kunstrasenplatzes mit einer Netto-Spielfeldgrösse von 100x64m (Vorgaben Schweizerischer Fussballverband) ein. Ende 2024 erreichte uns die gute Nachricht, dass wir zu den 16 ausgewählten von total 27 eingereichten Projekten zählen, welche von der Zusatz-Finanzierung profitieren können. 

Mit diesem positiven Rückenwind und der Kostengutsprache für ein Vorprojekt im Rahmen der Annahme des Gesamt-Budgets 2025 der Einwohnergemeindeversammlung im November 2024, holten wir uns die professionelle Unterstützung des erfahrenen Landschaftsarchitektur-Büros Zwischenraum aus Altendorf SZ (Referenz-Projekte: Sportanlage Badmatte Villmergen, Kunstrasen-Projekt Waltenschwil u.v.m.). Diese wurden mit der Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie für den Umbau eines bestehenden Natur- in einen Kunstrasenplatz beauftragt, welche im Juli 2025 vorlag. 

Die Machbarkeitsstudie, bei welcher u.a. die geologischen Voraussetzungen mittels Baugrundsondierungen abgeklärt wurden, zeigt ein deutliches Bild: Der Hauptplatz (Platz West) eignet sich für die Erstellung eines Kunstrasenplatzes besser, da im Untergrund des Nebenplatzes (Platz Ost) auf ausgiebige Torfvorkommen gestossen wurde. Diese weiche Unterschicht eignet sich nicht für einen neuen Platzaufbau. 

Im nächsten Schritt wurde das Landschaftsarchitektur-Büro Zwischenraum mit der Ausarbeitung des Bauprojektes mit einer Kostengenauigkeit von +/- 10% beauftragt, welches per Ende 2025 vorlag. 

Die bisher angefallenen Planungs-Kosten von CHF 81’000 für die Machbarkeitsstudie und die Ausarbeitung des Bauprojektes sind in den Gesamtkosten enthalten. 


Kosten & Finanzierung

Die Kosten für das Gesamt-Projekt belaufen sich auf CHF 2’900’000 und lassen sich in folgende Kategorien unterteilen: 

Arbeitsgattung Betrag CHF
Kunstrasenplatz 1’540’000
Bewässerungsanlage 80’000
Beleuchtung 235’000
Einfriedungen 105’000
Ausstattungen 100’000
Umgebung 220’000
Baunebenkosten 265’000
Unvorhergesehenes 137’700
Total exkl. MwSt. 2’682’700
MwSt. 8.1% 217’300
Total inkl. MwSt. 2’900’000

Kostengenauigkeit +/- 10%
Preisbasis: Baukostenindex Oktober 2025

Finanzierung:

  • Einwohnergemeinde Sarmenstorf – CHF 2’200’000
  • Kanton / Swisslos-Sportfonds – CHF 400’000
  • FC Sarmenstorf – CHF 300’000

Unterhalt, Lebensdauer & Amortisation

Die Unterhaltskosten für einen Kunstrasenplatz betragen rund die Hälfte der Unterhaltskosten von einem Naturrasenplatz. In einer Vollkosten-Rechnung wird bei einem Kunstrasenplatz mit CHF 3.50/m2 gerechnet, und bei einem Naturrasenplatz mit CHF 7.-/m2 auf eine Brutto-Spielfeldgrösse von rund 7’500 Quadratmetern. 

Zur Optimierung der sportlichen Eigenschaften und zur Kühlung an heissen Tagen wird eine automatische Bewässerungsanlage mit versenkten Platzregner-Ventilen installiert. Ein Durchlauf dauert rund 15 Minuten, damit kann auch während der Halbzeitpause eine Bewässerung durchgeführt werden. Die benötigte Wassermenge von ca. 4’500 Litern liegt bei unter 1 l/m2 und somit deutlich tiefer als der Wasserbedarf von einem Naturrasenplatz im Sommer von täglich ca. 30 l/m2. 

Die Lebensdauer von einem Kunstrasenplatz beträgt bei guter Pflege 15 Jahre, danach muss der Kunstrasenteppich und die entsprechende Verfüllung ersetzt werden. Die Elastikschicht oder der Drain-Asphalt bleiben über mehrere Zyklen erhalten. Die Amortisationskosten gliedern sich in Abbruch- und Entsorgungskosten des alten Kunstrasenteppichs sowie in Beschaffung, Einbau & Markierung des neuen Kunstrasenteppichs und werden mit CHF 372’500 veranschlagt. Die jährlichen Amortisationskosten liegen somit bei rund CHF 25’000. 

Der Gemeinderat hat gegenüber dem FC Sarmenstorf signalisiert, dass er sich künftig an den Folgekosten für den Unterhalt des Kunstrasenplatzes finanziell nicht beteiligen wird und sich die finanzielle Unterstützung im bisherigen Rahmen bewegen soll.


Grundeigentum & Nutzungsrechte

Die Ortsbürgergemeinde Sarmenstorf ist Grundeigentümerin der Parzelle Nr. 283, auf welcher die komplette Sportanlage Bühlmoos steht. Zwischen der Ortsbürgergemeinde und dem FC Sarmenstorf besteht ein zeitlich unbefristeter Pachtvertrag, welcher im Jahr 2010 erneuert wurde. 


Bauherrschaft

Als Grundeigentümerin wird die Ortsbürgergemeinde Sarmenstorf, vertreten durch den Gemeinderat Sarmenstorf, als Bauherrin auftreten. Die Finanzierung resp. der Kreditantrag erfolgt über die Einwohnergemeinde und nicht über die Ortsbürgergemeinde. 


Finanzen FC Sarmenstorf

Der FC Sarmenstorf zeichnet sich seit Jahren durch eine weitsichtige, effiziente und bodenständige Finanzpolitik aus – dies ist aufgrund der stetig steigenden Unterhaltskosten auch unerlässlich. 

Der finanzielle Gesamt-Aufwand des Vereins belief sich im Jahr 2025 auf rund CHF 400’000 und baut auf der Einnahmen-Seite auf den folgenden drei Säulen auf: 

  1. Mitgliederbeiträge
  2. Sponsoring
  3. Events

Trotz steigender Ausgaben kann die Vereinsführung durch kostenbewusstes Handeln und aktiver Sponsoren- & Gönner-Betreuung jeweils eine ausgeglichene Jahresrechnung präsentieren. Die Mitgliederbeiträge liegen im Vergleich zu umliegenden Fussballvereinen im Mittelfeld, mussten zuletzt aber aufgrund gestiegener Infrastruktur-Kosten erhöht werden. 

Die in den vergangenen Jahren am stärksten steigenden Kosten betreffen den Unterhalt der Sportanlage (Plätze, Gebäude & Maschinen). Die Kosten für den Unterhalt und den Betrieb der Sportanlage Bühlmoos beliefen sich im Jahr 2025 auf CHF 115’000 wovon der FC Sarmenstorf den Hauptteil von CHF 99’000 (86%) selbst finanzierte. CHF 66’000 davon betrafen den Platzunterhalt, der Rest die Gebäude und Maschinen. Die Gemeinde unterstützt den Verein, indem seit Jahren die Kosten für Strom, Wasser und Abwasser sowie ein Pauschalbeitrag geleistet wird. 

Für das Jahr 2026 beläuft sich der Gemeindebeitrag auf CHF 16’500 gemäss dem Budget der Einwohnergemeinde: 

  • Stromkosten CHF 9’500
  • Wasserkosten CHF 6’000
  • Pauschalbeitrag CHF 1’000

Die Sportanlage Bühlmoos erfuhr in den vergangenen 45 Jahren mehrere Erweiterungen – folgend eine Übersicht zu den verschiedenen Projekten: 

Jahr Projekt Gesamtkosten FCS Gemeinde Sportfonds
1981 Neubau Clubhaus 1 CHF 220’000 CHF 188’500 CHF 31’500
1998 Neubau Clubhaus 2 CHF 453’000 CHF 266’000 CHF 100’000 CHF 87’000
2000 Beleuchtung (Sturm Lothar) CHF 47’000 CHF 28’500 CHF 10’000 CHF 8’500
2006 Neubau Sand- & Ausbau Nebenplatz CHF 625’000 CHF 315’000 CHF 150’000 CHF 160’000
2020 Neubau Unterstand CHF 25’000 CHF 25’000
2024 Umbau FC-Beizli CHF 30’000 CHF 30’000
Total CHF 1’400’000 CHF 853’000 CHF 291’500 CHF 255’500

Jegliche Hypotheken und Darlehen, welche der Verein für frühere Projekte aufgenommen hatte, sind abbezahlt – der FC Sarmenstorf ist heute komplett schuldenfrei.  


Zeitplan

 

FAQ

❓ FAQ – Häufige Fragen zum Kunstrasenprojekt

Warum braucht der FC Sarmenstorf einen Kunstrasen?
Der FC Sarmenstorf ist stark gewachsen: Rund 350 Kinder, Jugendliche und Erwachsene trainieren und spielen heute in 16 Teams. Die bestehenden Naturrasenplätze sind massiv übernutzt, generieren hohe Unterhaltskosten und erholen sich insbesondere im Frühling und Herbst kaum noch. In der Folge müssen viele Spiele und Trainings abgesagt werden. Ein Kunstrasen schafft dringend benötigte Abhilfe. Aufgrund des erwarteten Bevölkerungswachstums in Sarmenstorf und der gestiegenen Beliebtheit des Fussballs bei Mädchen wird die Mitgliederzahl des FCS in naher Zukunft mit grosser Wahrscheinlichkeit weiterwachsen.

Sind die bestehenden Naturrasenplätze wirklich überlastet?
Ja. Die Plätze werden jährlich rund 1’250 Stunden genutzt. Gemäss den Richtwerten des BASPO wären dafür eigentlich knapp drei Naturrasenfelder nötig – vorhanden sind jedoch nur zwei. Die Folge sind Abnützung, schlechte Platzqualität und Ausfälle. Die Kosten für den Verein steigen jährlich an.

Bisher ging es ja auch – wieso jetzt nicht mehr?
    1. Insbesondere im Herbst und im Frühling kann sich der Naturrasen nicht mehr erholen. Zwischen Sommer 2024 und Winter 2026 waren die Plätze oder zumindest Teile davon an rund 80 Trainings- oder Spieltagen gesperrt. Das entspricht rund einem Viertel aller Trainings- und Spieltage. Das ist frustrierend für SpielerInnen, TrainerInnen und Eltern und verhindert hunderte von Bewegungs- und Trainingsstunden unserer Mitglieder.
    2. Die Unterhaltskosten der Rasenplätze auf der Sportanlage Bühlmoos werden immer teurer. Der FC Sarmenstorf trug im Jahr 2025 CHF 99’000 selber, CHF 66’000 davon entfielen auf den Unterhalt der Naturrasenplätze. Die Gesamtsumme aller Mitgliederbeiträge deckt nur noch rund drei Viertel der Infrastrukturkosten. Dazu kommen weitere hohe Auslagen für den Spielbetrieb. Die Unterhaltskosten eines Kunstrasenplatzes betragen nur rund die Hälfte eines Naturrasenplatzes.

Könnte man das Problem nicht mit besserem Unterhalt lösen?
Nein. Trotz hohem finanziellem und personellem Aufwand (rund CHF 66’000 Rasenunterhalt im Jahr 2025) stösst der Naturrasen an seine natürlichen Grenzen.

Was kostet die Gemeinde die Infrastruktur auf dem Bühlmoos bisher?
Die Gemeinde Sarmenstorf trägt die Kosten für Wasser und Strom und leistet einen jährlichen Fix-Beitrag von CHF 1’000, das sind jährlich rund CHF 16’500. Alle weiteren anfallenden Kosten trägt der FCS. Der Verein hat jährliche Auslagen von CHF 400’000, davon entfallen ca. CHF 99’000 auf die Infrastruktur. Dass die Kosten für die Infrastruktur von einem Fussballverein selbst getragen werden, ist sehr aussergewöhnlich und gemäss unserem Wissen im Kanton Aargau sogar einzigartig. Normalerweise tragen die Gemeinden nahezu die gesamten Infrastrukturkosten, wie es beispielsweise auch bei einer Turnhalle oder einer Leichtathletik-Anlage der Fall ist.

Was bringt ein Kunstrasen konkret?
Ein Kunstrasen ist ganzjährig bespielbar, wetterunabhängig und deutlich belastbarer. Er ermöglicht Trainings und Spiele während 12 Monaten, reduziert Ausfälle und verbessert die Ausbildungsqualität – besonders im Juniorenbereich. Zudem wird in den Wintermonaten die Hallenbelegung in Sarmenstorf und in den umliegenden Gemeinden entlastet, da der FCS weniger Hallenplätze benötigt.

Ist ein Kunstrasen nicht teurer als Naturrasen?
Über die gesamte Lebensdauer betrachtet ist ein Kunstrasen kosteneffizienter: geringere Unterhaltskosten, weniger Platzsperrungen und weniger externe Platzmieten.

Was beinhaltet das Projekt neben dem Kunstrasenplatz?
Neben dem Kunstrasenplatz sollen auf der ganzen Sportanlage Bühlmoos neue LED-Scheinwerfer die bisherige Beleuchtung ersetzen. Diese senken die jährlichen Stromkosten von bisher ca. CHF 9’500, welche von der Gemeinde getragen werden, um rund die Hälfte und sind deutlich nachhaltiger.

Profitiert nur der Fussballverein davon?
Nein. Der Kunstrasen ist eine Investition in die ganze Gemeinde: für Kinder, Jugendliche, andere Vereine und die Freizeitnutzung. Er fördert Bewegung, Begegnung und das Dorfleben.

Warum muss jetzt entschieden werden?
Der Kanton Aargau unterstützt aktuell Kunstrasenprojekte besonders stark. Sarmenstorf wurde als eine von 16 Gemeinden/Projekten für das Förderprogramm selektioniert und kann von einem verdoppelten Maximal-Beitrag von CHF 400’000 aus dem Swisslos-Sportfonds profitieren. Diese einmalige Chance besteht nur jetzt. Erfolgt die Baubewilligung nicht bis Ende 2027 und wird das Projekt nicht bis Ende 2029 umgesetzt, entfällt diese Sonderförderung. 

Was passiert, wenn das Projekt abgelehnt wird?

Dann bleibt die Platzsituation für alle Beteiligten weiterhin äusserst unbefriedigend und setzt den FCS zukünftig verstärkt unter Druck, da davon auszugehen ist, dass immer mehr Vereine in der Region auf einen Kunstrasenplatz zurückgreifen können und dadurch attraktiver werden. Es gibt weiterhin viele Trainingsausfälle, Spielabsagen und viele hunderte Bewegungsstunden entfallen.  

Der FCS trägt bei einem negativen Abstimmungsresultat weiterhin sehr hohe Unterhaltskosten, ohne eine langfristige Lösung zu haben. Zudem würde die verdoppelte kantonale Förderung (CHF 400’000 statt 200’000) verfallen.  

Wieso wird nicht einfach ein dritter Platz gebaut?

Aufgrund der aktuellen Zonenplanung können die Fussballplätze innerhalb des Zeithorizontes des kantonalen Förderprogrammes nicht beliebig erweitert werden. Die Sportanlage befindet sich in der «Zone für öffentliche Bauten & Anlagen» und füllt diese Zone bereits vollumfänglich aus. Eine Ausweitung der Sportanlage ist nur durch eine Umzonung von bestehendem, umliegendem Landwirtschaftsland resp. einem Zonen-Abtausch innerhalb der Gemeinde möglich. Daher muss der Kunstrasenplatz im Rahmen der aktuellen Platzsituation realisiert werden.  

Als Teil der Machbarkeitsstudie wurde ein umfangreiches geologisches Gutachten erstellt. Aufgrund erheblicher Torfvorkommen im Untergrund des Nebenplatzes (Platz Ost), wurde der Hauptplatz (Platz West) als geeignetere Option zur Erstellung eines Kunstrasenplatzes ausgewählt. Mittels zusätzlicher Bodenproben wurde keinerlei Torf im Untergrund des Hautplatzes festgestellt. 

Die Lage des Fussballplatzes in einem ehemaligen Moor-Gebiet bedeutet ein erhöhtes Setzungsrisiko und erfordert daher bauliche Massnahmen (keine Terrain-Erhöhung). Die Topografie und Höhendifferenzen des aktuellen Platzes müssen ausgeglichen werden – sämtliche dieser Zusatzkosten sind im Projekt berücksichtigt. 

Wann wird darüber abgestimmt?

An der Gemeindeversammlung vom Donnerstag, 11. Juni. Ein Ja ermöglicht sichere, zeitgemässe Sportinfrastruktur für die Zukunft von Sarmenstorf.